Raub nach § 249 StGB – Tatbestand und Strafen

von | 27.05.24 | Wissenswertes

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Raub ist eine der schwerwiegendsten Straftaten im deutschen Strafrecht und wird nach § 249 StGB geregelt. Ein Täter macht sich des Raubes schuldig, wenn er einer anderen Person gewaltsam oder unter Androhung von Gewalt eine Sache wegnimmt. Diese Straftat kombiniert Elemente des Diebstahls und der Nötigung und wird dementsprechend hart bestraft.

Tatbestand des Raubes

Der Raub nach § 249 StGB umfasst mehrere Tatbestandsmerkmale:

  1. Wegnahme: Der Täter nimmt einer anderen Person eine bewegliche Sache weg.
  2. Gewalt oder Drohung: Dabei wendet der Täter Gewalt gegen eine Person an oder droht mit einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben.
  3. Zueignungsabsicht: Der Täter hat die Absicht, sich die Sache rechtswidrig zuzueignen.

Diese Merkmale unterscheiden den Raub von anderen Straftaten wie dem einfachen Diebstahl oder der räuberischen Erpressung. Beim Raub erfolgt die Wegnahme der Sache gegen den Willen des Opfers unter Anwendung von Gewalt oder Drohung.

Abgrenzung zu anderen Delikten

Ein wesentlicher Unterschied zum einfachen Diebstahl liegt in der Anwendung von Gewalt oder der Androhung von Gewalt. Bei der räuberischen Erpressung, die nach § 255 StGB bestraft wird, übergibt das Opfer die Sache freiwillig unter Zwang, während beim Raub die Sache gegen den Willen des Opfers entwendet wird.

Ein weiterer Unterschied besteht zum schweren Diebstahl nach § 243 StGB, der durch besondere Umstände wie den Einbruchsdiebstahl gekennzeichnet ist. Beim Raub hingegen steht die unmittelbare Gewaltanwendung oder die Drohung im Vordergrund.

Strafen für Raub

Die Strafen für Raub sind schwerwiegend und reichen von mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bis zu lebenslanger Haft in besonders schweren Fällen:

StraftatbestandStrafe
Einfacher RaubFreiheitsstrafe nicht unter einem Jahr
Schwerer Raub (§ 250 StGB)Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren
Raub mit Todesfolge (§ 251 StGB)Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren

In besonders schweren Fällen kann die Strafe auch lebenslange Freiheitsstrafe sein. Dies zeigt die hohe Bedeutung, die der Gesetzgeber dem Schutz von Leib, Leben und Eigentum beimisst.

Minder schwerer Fall

In minder schweren Fällen kann das Gericht eine geringere Strafe verhängen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Tat und der Täter von den durchschnittlichen Raubfällen abweichen, z. B. durch eine geringere Gewaltanwendung oder das Fehlen von Vorstrafen. Minder schwere Fälle können eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren nach sich ziehen.

Jugendstrafrecht

Jugendliche Straftäter unterliegen dem Jugendgerichtsgesetz (JGG), das auf erzieherische Maßnahmen setzt. Hier können auch bei schweren Straftaten wie Raub mildere Strafen wie Jugendhaft verhängt werden. Ziel des Jugendstrafrechts ist es, die Jugendlichen wieder auf den rechten Weg zu bringen und ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu fördern.

Die Rolle des Anwalts

Ein erfahrener Anwalt im Strafrecht ist bei Vorwürfen des Raubes unerlässlich. Der Anwalt kann die Rechte des Beschuldigten wahren, Beweise prüfen und eine effektive Verteidigungsstrategie entwickeln. In Hamburg steht Rechtsanwalt und Strafverteidiger Kemal Su bereit, um Beschuldigte umfassend zu beraten und zu verteidigen. Mit seiner langjährigen Erfahrung seit 2009 bietet er eine fundierte Beratung und Verteidigung in allen Phasen des Strafverfahrens.

Typische Verteidigungsstrategien

Die Verteidigung in einem Raubverfahren erfordert detaillierte Kenntnisse des Strafrechts und eine sorgfältige Prüfung der Beweislage. Mögliche Verteidigungsstrategien können sein:

  • Infragestellung der Zeugenaussagen: Zeugen können sich irren oder unter Druck falsch aussagen.
  • Nachweis der Unfreiwilligkeit: Der Beschuldigte könnte zur Tat gezwungen worden sein.
  • Alibis und Entlastungsbeweise: Nachweise, dass der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt an einem anderen Ort war.

Ein kompetenter Anwalt wie Rechtsanwalt Kemal Su kann diese Verteidigungsstrategien sorgfältig prüfen und umsetzen, um die bestmögliche Verteidigung zu gewährleisten.

Wichtige Hinweise für Beschuldigte

Sollten Sie wegen Raubes angeklagt werden, ist es wichtig, folgende Schritte zu beachten:

  1. Schweigen: Machen Sie von Ihrem Recht zu schweigen Gebrauch und geben Sie keine Aussagen ohne Anwalt.
  2. Anwalt kontaktieren: Suchen Sie sofort rechtlichen Beistand. Rechtsanwalt Kemal Su in Hamburg bietet Ihnen eine kostenlose Erstberatung und steht Ihnen mit seiner Expertise im Strafrecht zur Seite.

Durch die frühzeitige Hinzuziehung eines Anwalts können Fehler vermieden werden, die später schwerwiegende Konsequenzen haben könnten. Der Anwalt kann Sie über Ihre Rechte aufklären und eine optimale Verteidigungsstrategie entwickeln.

Besondere Herausforderungen und rechtliche Aspekte

Die Verteidigung gegen den Vorwurf des Raubes ist komplex und erfordert eine sorgfältige Analyse des Einzelfalls. Es gibt verschiedene rechtliche Aspekte und Besonderheiten, die berücksichtigt werden müssen:

HerausforderungBeschreibung
TatbeteiligungKlärung der genauen Rolle jedes Beteiligten
SachbeweiseSicherstellung von Beweismitteln wie Überwachungsvideos oder Fingerabdrücken
Psychologische AspekteBerücksichtigung psychologischer Faktoren, die die Strafzumessung beeinflussen können

Rechtsanwalt Kemal Su nutzt seine umfassende Erfahrung und Fachkenntnis, um jeden Fall individuell zu prüfen und die bestmögliche Verteidigung zu entwickeln.

Fazit

Raub ist eine schwerwiegende Straftat, die mit erheblichen Freiheitsstrafen geahndet wird. Bei einem Verdacht oder einer Anklage wegen Raubes ist es essenziell, einen erfahrenen Strafverteidiger zu konsultieren. Rechtsanwalt Kemal Su bietet Ihnen eine kompetente und kostenlose Erstberatung. Buchen Sie jetzt online einen Termin und sichern Sie sich die bestmögliche Verteidigung.

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